Autogenes Training

Informationen zur Geschichte und Erklärungen

Prof. Dr. J. H. Schulz
Prof. Dr. J. H. Schulz

Was ist Autogenes Training?

Das autogene Training ist ein Verfahren zur "konzentrativen Selbstentspannung".
Es wurde in den 20er Jahren von dem Berliner Nervenarzt und Psychiater Professor Dr. J.H. Schultz entwickelt und ist in Deutschland die wohl bekannteste Entspannungstechnik.
Es ist wissenschaftlich anerkannt und wird von vielen Ärzten empfohlen.
Sie erlernen die willentliche Beeinflussung des vegetativen Nervensystems, dies geschieht durch Übungen, die eine Entspannung der Muskeln und Gefäße herbeiführen.

Was passiert beim Autogenen Training?

Autogenes Training basiert auf der Annahme, dass jeder Mensch in der Lage ist, sich selbst zu beeinflussen, setzt jedoch in der Lernphase etwas Disziplin bzw. regelmäßiges Üben voraus.
Ziel ist es, sich aus eigener Kraft innerlich zu entspannen, zu jeder Zeit und an jedem Ort.
Man findet hier Zugang zum eigenen Körper, lernt ihn zu erspüren und selbst zu steuern.
Gedanken und bildhafte Vorstellungen wirken sich direkt über das zentrale Nervensystem auf die Gefühle aus und führen somit zu einer körperlichen Reaktion. (Wie Sie es z.B. aus Träumen kennen, man rennt im Schlaf und wenn man aufwacht, bemerkt man, dass man dadurch geschwitzt hat, oder das Herz schneller schlägt.)

Bei der Methode des AT wird über die Vorstellung von Schwere und Wärme der Entspannungsprozess eingeleitet.
Die Schwere bewirkt eine Abnahme der Anspannung in der Muskulatur, der Muskeltonus sinkt und Verspannungen lösen sich.
Wärme führt zur erhöhten Durchblutung der Haut. Somit steigt u.a. auch der Infektionsschutz.
Rein körperlich geschieht die Umschaltung im zentralen Nervensystem von Aktivität und Anspannung auf Ruhe und Erholung. Ein angenehmes Gefühl stellt sich ein.

Tiefe Konzentration und Suggestion, auch mit Hilfe von Vorsatzformeln, die ein jeder für sich selbst entwickelt (formelhafte Vorsatzbildungen bereichern immer die therapeutische Arbeit)
helfen dem Körper Stress abzubauen und Kraftreserven zu mobilisieren.

Es ist z.B. möglich, Herz- und Kreislaufstörungen in den Griff zu bekommen, die Konzentration zu steigern und innere Unruhe und Beklemmungen zu lösen.

Wer regelmäßig mit den Formeln übt, steigert nicht nur von Mal zu Mal seine Konzentrationsfähigkeit, sondern erhöht auch die eigene Vorstellungskraft, sodass man sich autogen, also von selbst und unabhängig von äußeren Faktoren in diesen Entspannungszustand versetzen kann.

Der Ausgleich zwischen Symphatikus (zentralnervöse Schaltstelle des autonomen Nervensystems, unterstützt prinzipiell den Organismus bei der Energiebereitstellung) und Parasymphatikus (sorgt für Ruhe und Entspannung) wird wieder hergestellt.

"Jede feste Vorstellung hat die Tendenz, sich zu verwirklichen."
Prof. Dr. J. H. Schultz

Wann wirkt Autogenes Training?

Fühlen Sie sich oft so, als ob Sie dauernd unter Spannung stehen würden?
Sind Sie oft müde, überfordert und ausgepowert oder unkonzentriert?

Man ist einfach nur noch überlastet, gereizt, hektisch, nervös und ausgelaugt.

Stress und Hektik prägen unser Alltagsbild, die Anforderungen um uns herum und im Berufsleben nehmen immer mehr zu.
Oft steht man so unter Anspannung, dass ungewollt auch Arbeitskollegen oder schlimmer noch, Familienmitglieder darunter leiden.
Schützen Sie Ihre Kinder oder Partner/in vor solchen Situationen und unternehmen Sie etwas gegen ihre Unausgeglichenheit.

Um wieder gelassener zu werden, helfen die regelmäßig angewandten Übungen des Autogenen Trainings.
Häufig lassen sich Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Bluthochdruck, Unruhe, etc. vermeiden.

Entspannen hilft Stress bewältigen...
Steigern Sie ihr Wohlbefinden und bauen somit verschiedene Beschwerden ab bzw. verhindern Sie Schlimmeres.
Gönnen Sie ihrem Körper wieder neue Leistungsfähigkeit und Gelassenheit.

Anwendungsgebiete für Autogenes Training

  • zur allgemeinen Gesundheitsvorsoge für jeden, der AT erlernen möchte
  • für Kinder (ab 4 Jahren) beispielsweise zur Linderung oder Beseitigung von
  • Konzentrationsschwierigkeiten (wie ADS), Nervosität oder Stottern (siehe AT für Kinder)
  • Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch (siehe AT für Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch)
  • Schwangere Frauen für entspannte Schwangerschaft und stressfreie Geburt (siehe AT für Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch)
  • Spannungs-Kopfschmerzen
  • Asthma und Neurodermitis
  • körperliche Funktionsstörungen, Müdigkeit, Rückenschmerzen
  • sexuelle Störungen
  • Fingertrommeln, Nägelkauen, Zähneknirschen, nervöse Gestik, sozialer Rückzug
  • bei chronischen Krankheiten wie Rheuma, Asthma, Colitis Ulcerosa, Reizkolon oder Gastritis wirkt sich Autogenes Training positiv auf die Schmerzwahrnehmung aus
  • kann Anfällen und Schüben entgegenwirken
  • Unruhe, Nervosität, Schlafstörungen
  • Überbelastung, Stress, Migräne sowie Angstzustände
  • Magen-Darmprobleme/nervöse MagenDarm-Beschwerden
  • Entwicklung der Persönlichkeit, Stärkung des Selbstvertrauens, Unsicherheit
  • Niedergeschlagenheit, Traurigkeit, Überempfindlichkeit
  • psychosomatische Störungen sowie psychovegetative Übersteuerungen
  • Blutflussstörungen, Hypertonie, Hypotonie, nervöse Herz-Kreislauf-Probleme
  • Stabilisierung des Immunsystems, Linderung oder Beseitigung von Krankheiten
  • Prüfungsängste, Konzentrationsschwächen, Lernschwierigkeiten, Lampenfieber
  • Medizinische Indikationen für das Autogene Training sind vorwiegend Neurosen und psychosomatische Erkrankungen, von der Flug- und Platzangst
  • bis zum Magengeschwür und der Zusatztherapie bei Krebserkrankungen.

AT unterstützt jegliche konventionelle Therapie weil es die Selbstheilungskräfte aktiviert.

"Wer gelernt hat, im Autogenen Training sich zu lassen - wird gelassen"
Prof. Dr. J.H. Schultz

Entspannen hilft Stress bewältigen, beugen Sie vor und steigern Sie Ihre Lebensqualität.